Die Nacht

Don­ner grollt, ein spitzer Schrei,
ach wäre die Nacht doch schon vorbei.
Es zuckt ein Blitz, es tost und braust,
Regen pras­selt rund ums Haus.
Eine Kerze flack­ert, wirft Schat­ten in den Raum,
verzweifelt hofft sie, es wäre ein Traum.

Dann dort in der Ecke, Nebel erscheint,
formt sich zum Schemen, das hem­mungs­los weint.
Der Nebel wird zum kindlich Gesicht.
“Sag, siehst du den Fin­st’ren dort nicht?
Mit Augen so rot wie glühende Kohlen,
ist er gekom­men, um mich zu holen.
Er faucht und gurgelt, grinst und lacht,
qualmt und spuckt schon die ganze Nacht.
Solch Grauen hab ich noch nie geseh’n,
ich denke, bald ist’s um mich gescheh’n.”

“Mit­nicht­en mein Kind, ich muss dich enttäuschen,
das sind keine Augen, die da so leuchten.
Es ist nur ’ne Lampe, geh ruhig näher ‘ran;
denn ich hab die Kaf­feemas­chine bloß an.