1. Blick ins Buch


Prolog

Eine alte keltische Legende besagt:

Zu einer Zeit, in der die Götter noch auf Erden wandelten, entschloss sich der Sohn der Danu, der Urmutter aller Tuatha de Danann, Gwydion oder Dagda, wie er auch genannt wird, die Menschen zu unterstützen, indem er als Erzdruide unter ihnen weilte. Er war ihr Führer und oberster Magier. Jahre vergingen, in denen Gwydion dafür sorgte, dass es den Menschen an nichts mangelte. Schließlich aber wurde eine Hohepriesterin geboren, die unter seiner Obhut aufwuchs.

Gwydion liebte sie wie ein Vater sein Kind, doch aus dem Kind wurde langsam eine junge Frau und so änderten sich auch seine Gefühle für sie. Er liebte sie wie noch keine zuvor. Doch die junge Frau erwiderte seine Gefühle nicht. Letztendlich musste Gwydion einsehen, dass alles Werben um sie keinerlei Aussicht auf Erfolg hatte, deshalb zog er sich in die Berge zurück. Von dort verschwand er eines Tages.

Trotz seiner göttlichen Abstammung war er ein Mann, der an seinen menschlichen Gefühlen zerbrochen war. Seine göttlichen Verwandten hatten jedoch Mitleid mit ihm. Sie wollten nicht, dass er und sein Schicksal in Vergessenheit geriet. Deshalb ließen sie an der Stelle, an der er angeblich sein Leben aushauchte, eine Quelle entspringen, deren Wasser, so die Legenden, allen Liebenden, die aus ihr trinken, ein Leben voll Glück und Harmonie bescheren soll. Sie ist seither zu einem wahren Wallfahrtsort geworden.

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